Psychotherapie

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Die Psychotherapie ist nach Hans Strotzka eine Interaktion zwischen einem Patienten und einem Therapeuten. Ihr Zweck: die Behandlung von Verhaltensstörungen oder Leidenszuständen mit psychologischen Mitteln, vorwiegend verbal, manchmal auch nonverbal.

Die Kurzzeit-Psychotherapie eignet sich hervorragend für die Behandlung von Anpassungsstörungen. Die größten Erfolgschanchen bestehen, wenn sie sobald wie möglich nach Auftreten der entsprechenden Symptome angewandt wird.

Anpassungsstörungen sind Zustände von subjektivem Leiden und emotionaler Beeinträchtigung, die soziale Funktionen und Leistungen behindern. Sie können auftreten nach entscheidenden Veränderungen und nach belastenden Ereignissen im Leben:

• Umzug und Ortswechsel
• neue Arbeitsstelle
• Kündigung
• Eintritt in den Ruhestand, verbunden mit dem Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden
• Trennungen und Scheidungen
• Krankheit, auch von Angehörigen
• Tod von Menschen, die einem lieb waren

Begleitsymptome:
• depressive Stimmung
• Appetitlosigkeit
• Ängste, Angst vor Ängsten
• Unfähigkeit, allein zu sein
• Sorge, von einer Situation überwältigt zu werden
• Störungen der Gefühlswelt, Charakterveränderungen
• Störungen des Sozialverhaltens, z. B. Aggressivität, Wutausbrüche
• Entwicklung von Suchtverhalten

Anpassungsstörungen beginnen meistens innerhalb eines Monats nach dem belastenden Ereignis. Die Symptomatik dauert in der Regel nicht länger als sechs Monate.

Die Kurzzeit-Therapie kann einige wenige Sitzungen umfassen; maximal ist von etwa 25 Stunden auszugehen. Im Fokus steht das auslösende Ereignis. Es empfiehlt sich, seine Krankenkasse zu befragen, ob die Kosten der Therapie teilweise oder vollständig erstattet werden.

Eine Therapieeinheit dauert 50 Minuten, die Kosten betragen 80 Euro.